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40 Kilometer bis Santiago 16. Mai 2009

Posted by Herr K. in Jakobsweg.
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Hallo Freunde,

mein Telefon hat es nun entgueltig erwischt, es erkennt keine SIM-Karten mehr und blinkt in Farben die ich von dem Ding nicht kannte. Mein Fuss ist wieder okay, er wird staendig gut gekuehlt, weil meine Schuhsohlen soweit abgelaufen sind das DER REGEN (seit Tagen nur Regen) von unten durch die Loecher rein kommt.

Der Wetterbericht sagt seit Tagen schon Sonnenschein vorraus, ich aber habe das Gefuehl ich Laufe unter der einzigen Regewolke Spaniens.

Heute hat unsere ‘Reisegruppe’ bestehend aus einem Polen, drei Schweizern, einem Bayern, Bea und mir, Azura erreicht. Wir sind damit auf dem Hauptweg angekommen und die Herberge ist zum brechen voll. 

Sonntag oder Montag werde ich dann in Santiago ankommen, drei Tage zu frueh. Dadurch bleibt mir Zeit nicht nur das Kap zu besuchen, sondern den Rundweg ueber Muxia zu gehen. (Wenn das Wetter dem Entsprechend ist.)

Also bis die Tage, die Internetzeit wird knapp.

Warum schon wieder pilgern? 10. Februar 2009

Posted by Herr K. in Jakobsweg.
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Ganz einfach, ich bin infiziert vom Caminofieber

  • das bedeutet eine ungeheure Sehnsucht in mir, mich wieder auf den Weg zu begeben, die grenzenlose Weite des Landes und der Natur in mir aufzusaugen
  • das bedeutet, nur auf mich allein gestellt sein, meinen Weg gehen, nur für mich allein, und doch immer wieder Gefährten finden, die ein Stück des Weges mit mir gemeinsam gehen
  • das bedeutet, ungeheure Strapazen auf sich nehmen, das Leben auf einen Rucksack zu reduzieren, Wasser und Proviant mit sich schleppen
  • das bedeutet bergauf und bergab, auf steinigen Wegen und Schotterpisten, gnadenlose Kilometer ohne Schatten, schnurgerade, steile, enge Pfade über hohe Pässe und durch verwunschene Täler, in denen nur die Vögel singen
  • das bedeutet, abends seine Füße zu pflegen und zu streicheln, Wäsche waschen wie zu Großmutters Zeiten, sich in seinen Schlafsack kuscheln auf dem Boden oder auf einer durchgelegenen Matratze, auf der schon tausende Pilger vor mir den erholsamen Schlaf gefunden haben
  • das bedeutet Suche, suchend nach gelben Pfeilen und Muscheln um auf dem Weg zu bleiben, Suche nach mir, Suche nach Sinn
  • das bedeutet, trotz alledem oder gerade deswegen einfach nur glücklich sein
Wie der Zufall so will…

(Lange Geschichte, kurz aufgeschrieben )
Mein Arbeitgeber gewährt jedem Mitarbeiter 30 Tage Urlaub und weil das ne ganze Menge ist, habe ich überlegt was man damit anstellen kann.

Daraus ergab sich auf Arbeit in etwa folgendes Gespräch:
ICH: Chef, wieviel Urlaub kann ich mit einmal nehmen?
CHEF: Das kann ich dir nicht sagen, frag die Buchaltung.
ICH (telefonisch): Hallo, wieviel Urlaub kann ich mit einmal nehmen?
BUCHHALTUNG (telefonisch): Theorätisch, Alles?!
ICH (telefonisch): Danke, bis später.
ICH: Chef, die sagen ALLES.
Chef: Okay?!

Damit stand das Limit fest, 30 Tage + Resturlaub aus dem Vorjahr. Meine Reisen plane ich meist so, dass ich zum Sommeranfang wieder zuhause bin. Das hies also in den Kalender gucken und die Zeit mit den meisten Feiertagen finden, um Urlaubstage zu sparen.

Also Pilgern wollte ich eigentlich nicht, das hatten wir ja im Frühjahr 2006 schonmal ;-) . Ursprünglich wollte ich, spontan aus der Idee heraus, mit Boot die Donau von Passau bis ins Schwarze Meer fahren. Da sich so etwas leider nur schwer abschätzen und zeitlich planen lässt, von der finaziellen Umsetzung will ich hier gar nicht erst anfangen, blieb also nur etwas Einfacheres übrig.
Also wieder Grübeln. Was hast du schon gemacht? Wieviel Geld steht dir zur Verfügung usw.
Und dann kahm es fast von selbst: 2006 – Camino del Norte. Diese Landschaften, … naja und dann stand es fest. Urlaubsantrag 24.04.09 – 01.06.09 – 24 Arbeitstage – PASST

in diesem Sinne
Ultreia y siempre buen camino

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